Montag, 21. Mai 2012

Traum von Uwe Pagel

Liebe Alle,
ich träume von begrünten Bankomaten, aus den Schlitzen wachsen gelbe Steinbrechpflanzen und die Tastatur wird von feingliedrigem Moos bewuchert. Wir werden unseren Kindern und Enkeln erzählen, welchen Unsinn diese Automaten verursacht haben und der Mensch glaubte vermögend zu sein, weil er eine Karte reinstecken konnte und Papier rauskam, mit dem man sich noch unnötigere Sachen kaufen konnte und die Menschen dann für einen Moment geglaubt haben sie wären frei in ihren Entscheidungen. Aber man wird auch erzählen, dass es eine Gruppe von Menschen gegeben hat, die das letzte Papier, als man noch etwas dafür kaufen konnte aus den Automaten geholt haben und dafür herrliches Saatgut gekauft haben und ihre Rabatten und Ziergärten in kleine Paradiese verwandelt haben, voller Vielfalt und herrlicher Nahrung. Tujahecken sind durch wunderbare Beerensträucher ersetzt worden, in denen nun Vögel brüten und unter denen Igel ein Winterquartier finden. Einige Menschen haben Freude daran, dass im großen B von der Leuchtreklame der Bank, heute 2 Sperlinge brüten und die restlichen Buchstaben als Halterung für Schwalbennester dienen. Das Finanzamt ist nun ein Ort, vor dem man die ganzen Formulare auslegt, damit Kinder daraus etwas basteln können und so stehen überall in der Stadt gebastelte Figuren aus Pappmache und aus ihnen wächst herrliche Kresse für ein leckeres Kressebrot. Einge der ehemals öffentliche Gebäude von Behörden sind Begenungsstätten geworden in denen ältere Frauen Kunsthandwerk ausüben und es der jüngeren Generatin lehren und ältere Männer wunderbares Spielzeug aus Holz schnitzen. Das ehemalige Büro für Zeitarbeiter ist heute eine Kerzenwerkstatt in dem man seine Kerzenreste abgibt und sich neue holen kann und natürlich lernt man auch dort die Kunst des Kerzengießens. Friedhöfe sind zu einem Ort des Gespräches geworden und man kann sich an jedem Grab auf eine Bank setzen, um mit seinen Ahnen zu reden. Kinder setzen sich hinzu und hören Geschichten von Menschen die einmal waren und nun überall auf der Welt ihre Fähigkeiten an neue Generationen weitergeben. Gräber sind nicht mehr an Form und Farbe gebunden, sondern liegen unter großen Flächen von herrlichen Blumenwiesen. Die ehemaligen Supermärkte hat man man mit bunten Bällen gefüllt in denen man baden kann, sich für eine Zeit ausruhen kann und von tausenden bunten Bälle gehalten wird. Straßen sind nun wieder Alleen, gesäumt von herrlichen Obstbäumen, unter denen man liegen und schwatzen kann. Zur jeder Baumblüte gibt es ein kleines Fest, an dem man sich unter den Blütendächern trifft und sich auf die Ernte freut. Lichterfüllter Gruß, Uwe

Quelle: www.projekt-herz.com/die-welt-im-wandel/134/spirituelle-entwicklung